Gestern hatte ich die Möglichkeit in das Gefängnis von Monrovia zu gehen um die Frauen dort zu besuchen. In diesem Gefängnis hat sich in den letzten 2 Jahren SEHR viel verändert und verbessert - was auch dringend nötig war.
Vor einigen Monaten noch haben die Frauen auf engstem Raum zusammengepfercht gelebt, auf Strohmatten auf dem Boden geschlafen, und hatten keinen Zugang zu sauberem Wasser und sie bekamen kaum was zu Essen.
In den letzten Wochen wurden zwei neue Gebäude gebaut und die Frauen sind nun jeweils zu zweit in einer Zelle, mit Stockbett und richtigen Matratzen und eigener "Naßzelle" untergebracht. Ausserdem haben sie im Innenhof des Gebäudes einen eigenen Brunnen, und einen recht großen Gemeindschafsraum, und sehr viel Platz um das Gebäude herum wo sie sich aufhalten können. Es ist kein Vergleich zu früher!
Doch es gibt immer noch kaum etwas zu Essen für sie. Maximal eine Mahlzeit am Tag die aus trockenem Maismehl besteht.
Verändert haben sich auch die Preise für die sich die Frauen "freikaufen" können. Früher handelte es sich um Preise zwischen 5 und 100 Dollar. Jetzt sind es unglaubliche Summen von bis zu 45 000 Lib. Dollar (9000 US Dollar) - was natürlich für keine von ihnen zu bezahlen ist. Da ich jetzt erst einmal im Gefängnis war vesteh ich noch nicht so ganz wie die Frauen dann doch mal entlassen werden, denn wenn gewartet werden würde bis sie die Summen zahlen können, müsste das Gefängnis völlig überfüllt sein - es waren aber "nur" 22 Frauen dort.
Das Rechstsystem ist im Aufbau, aber vieles ist noch unverständlich und undurchsichtig.
Sonntag, 27. April 2008
Montag, 21. April 2008
Nachtwache
Zur Zeit habe ich Nachtwache und bevor ich gleich wieder ein Deck tiefer auf Station gehe will ich Euch auf dem laufenden halten.
In diesen Nächten bin ich wieder für Blessing zuständig und es ist so schön zu sehen wie sie sich in den letzten Tagen verändert hat. Sie kann wieder lachen, ihre Augen funkeln vor Freude wenn sie einen Luftballon bekommt, sie hopst mit ihrem geschienten Bein und Gehstöcken über Station, jedem der an ihrem Bett vorbeikommt präsentiert sie ihre rot, orange, pink, blau frisch lackierten Fingernägel und beim Memoryspielen ist sie unschlagbar! Am Freitag hatte sie ihre zweite Operation und bis jetzt verläuft alles so, wie wir es uns gewünscht und erhofft haben. Hoffentlich werden die kommenden Wochen weiterhin so erfolgreich für Blessing verlaufen!
Im allgemeinen sind die Nächte hier recht ruhig. Wenn wir einen Patienten in der ICU haben, sind wir nur für diesen Patienten zuständig. Auf Normalstation muss man nach 6 - 8 Patienten schauen. Vorletzte Nacht hatten wir einen Patienten in der ICU der nach seiner OP epileptische Anfälle bekam. In der Vergangenheit hatte er schon öfters Anfälle, hat es uns aber verschwiegen da er Angst hatte wir würden ihn dann nicht operieren. Er hielt sich stabil über Nacht - und in der Zwischenzeit geht es ihm wieder richtig gut. Da wir hier keine Möglichkeit haben solchen Patienten mit Medikamenten einzustellen müssen wir den Patienten morgen so entlassen.
Wir sind in Afrika.
Letzte Nacht hatten wir dann morgens um 3 Uhr einen Wasserrohrbruch im OP. Der gesamte Flur der Starborside stand unter Wasser - im OP, im Röntgen, im CT , in der Apotheke und im Labor. Praktischerweise sind der Duty Officer und der Duty Plumper hier innerhalb von Minuten zur Stelle, so dass sie das Wasser schnell abstellen konnten und man nach 1,5 h Wasserschöpfen und putzen von den Plantschereien nichts mehr sah. In dieser Nacht hatte der Chief Officer Dienst und es war total schön wie er, und alle anderen die dazugerufen wurden, selber den Putzlumpen in die Hand nahmen und halfen.
Sicher gibt es auch hier Hierarchien und "Respektpersonen", und doch stehen wir alle auf einer Stufe und in manchen Situationen ist es egal ob ich Krankenschwester, Putzfrau oder Chief Offficer bin - man arbeitet zusammen.
Doch auch neben dem Arbeiten wird es nie langweilig. Letzte Woche hatten wir z.B. fast täglich einen Firedrill da irgendwelche Menschen hier waren die unsere Emergencyteams prüften (für eine Zertifizierung für die Versicherung). Für uns nicht direkt involvierten bedeutete es, einen Weg zum Dock bei geschlossen Fire-, und Waterdoors zu finden, dann stundenlang am Dock zu sitzen und den anderen beim Feuerlöschen oder beim flott machen der Lifeboats zuzuschauen. Doch es ist keine verlorene Zeit, da es dabei zu so manchen gutem Gespräch gekommen ist :-) So lernt man sich hier gegenseitig kennen, beim Firedrill, bei brühtender Hitze am Dock sitzend in ein Gespräch vertieft...
In diesen Nächten bin ich wieder für Blessing zuständig und es ist so schön zu sehen wie sie sich in den letzten Tagen verändert hat. Sie kann wieder lachen, ihre Augen funkeln vor Freude wenn sie einen Luftballon bekommt, sie hopst mit ihrem geschienten Bein und Gehstöcken über Station, jedem der an ihrem Bett vorbeikommt präsentiert sie ihre rot, orange, pink, blau frisch lackierten Fingernägel und beim Memoryspielen ist sie unschlagbar! Am Freitag hatte sie ihre zweite Operation und bis jetzt verläuft alles so, wie wir es uns gewünscht und erhofft haben. Hoffentlich werden die kommenden Wochen weiterhin so erfolgreich für Blessing verlaufen!
Im allgemeinen sind die Nächte hier recht ruhig. Wenn wir einen Patienten in der ICU haben, sind wir nur für diesen Patienten zuständig. Auf Normalstation muss man nach 6 - 8 Patienten schauen. Vorletzte Nacht hatten wir einen Patienten in der ICU der nach seiner OP epileptische Anfälle bekam. In der Vergangenheit hatte er schon öfters Anfälle, hat es uns aber verschwiegen da er Angst hatte wir würden ihn dann nicht operieren. Er hielt sich stabil über Nacht - und in der Zwischenzeit geht es ihm wieder richtig gut. Da wir hier keine Möglichkeit haben solchen Patienten mit Medikamenten einzustellen müssen wir den Patienten morgen so entlassen.
Wir sind in Afrika.
Letzte Nacht hatten wir dann morgens um 3 Uhr einen Wasserrohrbruch im OP. Der gesamte Flur der Starborside stand unter Wasser - im OP, im Röntgen, im CT , in der Apotheke und im Labor. Praktischerweise sind der Duty Officer und der Duty Plumper hier innerhalb von Minuten zur Stelle, so dass sie das Wasser schnell abstellen konnten und man nach 1,5 h Wasserschöpfen und putzen von den Plantschereien nichts mehr sah. In dieser Nacht hatte der Chief Officer Dienst und es war total schön wie er, und alle anderen die dazugerufen wurden, selber den Putzlumpen in die Hand nahmen und halfen.
Sicher gibt es auch hier Hierarchien und "Respektpersonen", und doch stehen wir alle auf einer Stufe und in manchen Situationen ist es egal ob ich Krankenschwester, Putzfrau oder Chief Offficer bin - man arbeitet zusammen.
Doch auch neben dem Arbeiten wird es nie langweilig. Letzte Woche hatten wir z.B. fast täglich einen Firedrill da irgendwelche Menschen hier waren die unsere Emergencyteams prüften (für eine Zertifizierung für die Versicherung). Für uns nicht direkt involvierten bedeutete es, einen Weg zum Dock bei geschlossen Fire-, und Waterdoors zu finden, dann stundenlang am Dock zu sitzen und den anderen beim Feuerlöschen oder beim flott machen der Lifeboats zuzuschauen. Doch es ist keine verlorene Zeit, da es dabei zu so manchen gutem Gespräch gekommen ist :-) So lernt man sich hier gegenseitig kennen, beim Firedrill, bei brühtender Hitze am Dock sitzend in ein Gespräch vertieft...
Montag, 14. April 2008
Blessing
Gerade komme ich von der Frühschicht und in den letzten Tagen hab ich ein ganz liebes Mädchen betreut von der ich euch etwas erzählen will.


Als wir Blessing in unser Krankenhaus auf´s Schiff holen konnten ging es ihr sehr schlecht. Abgesehen von ihrem schlechten Allgemeinzustand und dem immer noch entzündeten Knie, litt die Kleine unheimlich unter ihrem Aussehen. Zumal sie auch nicht mehr sprechen konnte, denn ohne Lippen ist es kaum möglich Wörter zu formulieren. Auch das Essen fällt ihr schwer, das Trinken geht noch eher (mit einem Strohhalm).
Da wir zur Zeit einen Plastischen Chirurgen auf dem Schiff haben werden wir Blessing helfen können. Momentan päppeln wir sie auf und eine erste Operation hatt sie auch schon hinter sich gebracht. Es werden ihr, aus Haut vom Oberschenkel, neue Lippen konstruiert. Sie wird noch länger bei und bleiben denn es werden mehere Operationen nötig sein.
Blessing ist 6 Jahre alt und wohnt zusammen mit ihrer Mutter hier in Monrovia (von ihrem Vater weiß man nichts).
Vor gut 2 Monaten bekam Blessing ein dickes Knie, es tat ihr sehr weh und es schwoll immer mehr an. Da Blessings Mutter kaum Geld hat sind sie nicht sofort ins Krankenhaus, sondern haben erst mal angewartet.
Betty (meine Roomate) kennt Blessings Mutter und kommt öfters zu besuch zu ihnen. Sie ermutigte und untestützte die Mutter mit Blessing ins Krankenhaus zu gehen.
Als sie dann zum Krankenhaus kamen, bekam Blessing ein Antibiotika. Kurze Zeit darauf fingen Blessings Lippen an anzuschwellen. Nach und nach scholl das ganze Gesicht zu.
Zuerst vermutete man eine allergische Reaktion und stoppte die Gabe von Penicillin. Doch die Schwellung ging nicht zurück, sondern im Gegenteil wurde immer schlimmer.
Innerhalb von Stunden begannen die Lippen nekrotisch zu werden - bis hoch zur Nase.
Nach 3 Tagen fielen die Nekrosen ab und Blessing sieht nun so aus:

Als wir Blessing in unser Krankenhaus auf´s Schiff holen konnten ging es ihr sehr schlecht. Abgesehen von ihrem schlechten Allgemeinzustand und dem immer noch entzündeten Knie, litt die Kleine unheimlich unter ihrem Aussehen. Zumal sie auch nicht mehr sprechen konnte, denn ohne Lippen ist es kaum möglich Wörter zu formulieren. Auch das Essen fällt ihr schwer, das Trinken geht noch eher (mit einem Strohhalm).
Da wir zur Zeit einen Plastischen Chirurgen auf dem Schiff haben werden wir Blessing helfen können. Momentan päppeln wir sie auf und eine erste Operation hatt sie auch schon hinter sich gebracht. Es werden ihr, aus Haut vom Oberschenkel, neue Lippen konstruiert. Sie wird noch länger bei und bleiben denn es werden mehere Operationen nötig sein.
Es ist schön so jemandem wie Blessing zu helfen. Nicht nur medizinisch, sondern ihr auch zu zeigen dass sie wertvoll ist - egal wie sie aussieht.
Samstag, 12. April 2008
Geburtstag
Vielen Dank für die vielen Geburtstagsgrüße die ich gestern von Euch allen daheim bekommen habe!!!
Es war echt ein schöner Tag, der schon mit einer netten Überraschung began, da die anderen Germans vom Schiff den Gang vor meiner Cabine mit Lufballons... dekoriert haben und ich, als ich zur Türe rauskam, erstmal zwischen lauter Lufballons stand. Es ist schon was spezielles hier Geburtstag zu feiern, zumal ich noch nicht so langer hier bin. Und troztdem hatte ich ganz viele Briefe, Karten,... an meiner Cabinetüre hängen.
Albert, der deutsche Bäker, hat mir einen voll leckeren Hefezopf gebacken :-) Bei einem gemütlichen Abendessen am Dock haben wir Germans den verspeist - sogar mit echter Nutella!
Montag, 7. April 2008
Mehr als einfache Zahlen
1,2 Milliarden Menschen leben weltweit in absoluter Armut, d.h. sie leben von weniger als 1 US Dollar am Tag.
1,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung.
70 000 Menschen sterben täglich in Afrika aufgrund von Unterernährung und vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Aids,Infekten, Durchfallerkrankungen,...
Wenn man das so liest, sind es reine Zahlen.
Doch hier vor Ort bekommen dies Zahlen Gesichter.
Wenn eine Mutter erzählt, dass von ihren 9 geborenen Kindern nur noch 4 am Leben sind da sie während des Krieges nichts zu essen hatte für sie; oder wenn ein Mann erzählt dass seine Frau an einer infizierten Wunde am Fuß starb, weil es keinen Arzt gab der gleich von Anfang an die Wund hätte behandeln können, so dass es nicht zu einer Sepsis und damit zum Tod der Mutter von drei Kinder hätte kommen müssen - dann erkennt man die Schicksale die hinter solchen Statistiken verborgen sind.
Es sind Menschen wie Du und ich! Es sind Mütter die ihre Kinder lieben (auch wenn sie ihre Liebe auf eine andere Art und Weise zeigen wie wir es tun), es sind Männer die sich um ihre Familien sorgen, es sind Geschwister die sich um ihre Brüdern/Schwestern kümmern, es sind Omas und Opas die nach ihren Enkeln schauen, es sind Freunde die gemeinsam den Krieg überstanden haben und sich nun gegenseitig versorgen,....
Und wenn hier jemand stirbt - einer von den 70 000 Menschen am Tag - wird getrauert und er hinterlässt eine Lücke.
Es lohnt sich, einen Blick hinter diese Zahlen zu werfen um wieder dankbar zu werden für das was wir haben und wie gut es uns doch geht!
1,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung.
70 000 Menschen sterben täglich in Afrika aufgrund von Unterernährung und vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Aids,Infekten, Durchfallerkrankungen,...
Wenn man das so liest, sind es reine Zahlen.
Doch hier vor Ort bekommen dies Zahlen Gesichter.
Wenn eine Mutter erzählt, dass von ihren 9 geborenen Kindern nur noch 4 am Leben sind da sie während des Krieges nichts zu essen hatte für sie; oder wenn ein Mann erzählt dass seine Frau an einer infizierten Wunde am Fuß starb, weil es keinen Arzt gab der gleich von Anfang an die Wund hätte behandeln können, so dass es nicht zu einer Sepsis und damit zum Tod der Mutter von drei Kinder hätte kommen müssen - dann erkennt man die Schicksale die hinter solchen Statistiken verborgen sind.
Es sind Menschen wie Du und ich! Es sind Mütter die ihre Kinder lieben (auch wenn sie ihre Liebe auf eine andere Art und Weise zeigen wie wir es tun), es sind Männer die sich um ihre Familien sorgen, es sind Geschwister die sich um ihre Brüdern/Schwestern kümmern, es sind Omas und Opas die nach ihren Enkeln schauen, es sind Freunde die gemeinsam den Krieg überstanden haben und sich nun gegenseitig versorgen,....
Und wenn hier jemand stirbt - einer von den 70 000 Menschen am Tag - wird getrauert und er hinterlässt eine Lücke.
Es lohnt sich, einen Blick hinter diese Zahlen zu werfen um wieder dankbar zu werden für das was wir haben und wie gut es uns doch geht!
Freitag, 4. April 2008
Weihnachten am 3 April 2008
Gestern fuhr ich zusammen mit 4 anderen Mercyshiplern zu einem Kinderheim das schon seit einiger Zeit von einer Deutschen vom Schiff betreut wird. Freunde von ihr haben Rucksäcke gespendet, die jetzt vor kurzem hier in Afrika ankamen und gestern konnten wir den Kindern diese Rucksäcke schenken. Ihr könnt euch die Freude nicht Vorstellen!! Die Augen der Kinder leuchteten wie an Weihnachten über diese überraschenden Geschenke. Als es dann auch noch Kekse gab waren sie ganz im Glück!Das
Mädchen hier auf dem Bild heißt auch Esther. Sie folgte mir an diesem Mittag auf Schritt und Tritt und lies meine Hand nur los um Kekse zu essen :-) Sie hat zwar Eltern, aber die können nicht für sie sorgen, so dass Esther hier in dem Heim lebt. Sie ist ein ganz cleveres Mädchen und kann mit ihren 5 Jahren schon lesen und schreiben, sogar besser als manch ältere Kinder in dem Heim. Sie hatte das "Glück" direkt nach dem Krieg in eben diesem Heim untergekommen zu sein, denn dort werden die Kinder echt gut gefördert.
Mädchen hier auf dem Bild heißt auch Esther. Sie folgte mir an diesem Mittag auf Schritt und Tritt und lies meine Hand nur los um Kekse zu essen :-) Sie hat zwar Eltern, aber die können nicht für sie sorgen, so dass Esther hier in dem Heim lebt. Sie ist ein ganz cleveres Mädchen und kann mit ihren 5 Jahren schon lesen und schreiben, sogar besser als manch ältere Kinder in dem Heim. Sie hatte das "Glück" direkt nach dem Krieg in eben diesem Heim untergekommen zu sein, denn dort werden die Kinder echt gut gefördert. Mittwoch, 2. April 2008
Zurück beim Arbeiten
In der Zwischenzeit bin ich schon 5 Tage hier - mir kommt es vor als ob ich schon seit Wochen hier wäre :-)

Zum einen treffe ich hier immer wieder Leute die ich noch von meinem letzten Einsatz hier kenne und es ist schön so hören wie es ihnen geht, was sie so in den letzten zwei Jahren gemacht haben,...
Auch gibt es sehr viele Deutscher hier, so um die 25. Immer Sonntagabends gibt´s ein "Germans Meeting" am Dock. Dadurch fällt es mir nicht so schwer Anschluss zu finden (im Vergleich zum letzten Mal, als ich niemanden kannte).
Mit meinen Cabinemates verstehe ich mich immer besser. Am Montag waren wir zusammen am Strand und haben einen freien Mittag genossen und dabei viel übereinander erfahren :-)
Und auch an das Schiffsleben hab ich mich gewöhnt, d.h ich finde fast immer auf dem direkten Weg zu meinem Ziel, ich schaff es mir morgens meine Haare zu kämmen ohne mit der Bürste an die niedere Badezimmerdecke zu schlagen (und damit meine Cabinemates zu wecken), und zu duschen ohne das halbe Bad unter Wasser zu setzen, nicht zu erschrecken wenn irgendwo ein Alarm los geht,... :-)
Gestern hatte ich meinen ersten Arbeitstag.
Da ich von einer Schweizerin eingearbeitet werde habe ich den Vorteil deutsch reden zu können, was das Einarbeiten sehr erleichtert :-)
Fast die gesamte Dokumentation und auch die Abläufe sind noch gleich wie auf der Anastasis, so dass es in der Hinsicht nicht so viel Neues gibt für mich.
Die Intensivstation und auch die Normalstationen sind VIEL größer als auf der Anastasis, so dass man dort echt gut arbeiten kann, ohne ständig über andere Menschen zu stolpern. Auch die Ausstattung ist gigantisch, es gibt Wandanschlüsse für Sauerstoff, Druckluft,eine Topfspühle,... Echter Luxus für afrikan. Verhältnisse!!
Hier noch ein paar Bilder von meiner Cabine.

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