Dienstag, 28. Oktober 2008
Wassermangel
Vor gut einer Woche hat uns der Kapitän zum ersten Mal informiert, dass es Schwierigkeiten mit der Wasserleitung gibt, die unser Schiff mit Wasser versorgt. Da es nicht so einfach ist diese Probleme zu beheben, ist unser Wasservorrat nun wirklich sehr knapp. So wurden unsere "Shipshowers" (zwei Min.) auf "Short Shipshowers" (eine Min.) reduziert, die Wäscherei wurde geschlossen, im Steri sind einige Maschinen nicht mehr in Betrieb, wir essen von Paptellern und trinken aus Papbechern, um Spühlwasser zu sparen.Wenn wir heute und morgen keinenWassernachschub erhalten (es wird versucht,Tanker zu organisieren die direkt Frischwasser zum Schiff bringen) ,müssen wir in der kommenden Woche Operationen absagen.
Samstag, 25. Oktober 2008
Deutsches Krankenhaus inmitten von Monrovia
Vor einigen Wochen lernte ich Margret kennen. Sie kommt aus Deutschland und hat vor über 30 Jahren einen liberianischen Arzt geheiratet. Zusammen haben sie hier in Monrovia ein Krankenhaus aufgebaut und betrieben. Leider wurde fast alles während des Krieges zerstört, und gegen Ende des Krieges starb Margrets Mann. Sie kehrte dann nach Deutschland zurück, und ist seit 2005 wieder in Liberia um die Klinik erneut aufzubauen.
Letzte Woche durfte ich dort für einen Tag hospitieren.
Es herrschte eine interessante Mischung aus "deutscher Ordnung" und "afrikanischem Chaos".
Die meisten Patienten werden ambulant behandel, aber es gibt auch eine Station mit 9 Betten ( für z.B schwere Malariafälle). Und sie haben einen Kreissaal (mit einem Entbindungstuhl aus dem Jahre 1960!).
Am Vormittag begleitete ich den Arzt, der mir sehr viel über all die Tropenkrankheiten, die es hier gibt, erklärt hat. Die meisten Patienten an diesem Morgen kamen mit Malaria.
Gegen Mittag kam dann eine Mutter mit ihrem neugeborenen Kind. Sie hat das Kind dort in der Klinik entbunden, aber da sie während der Schwangerschaft zweimal Malaria hatte, war das Kind total unterernährt und wog nur 1200g. Jetzt - 4 Wochen nach der Geburt - wog das kleine Mädchen nur 1400g! Dieses Kind wurde in ein Kinderkrankenhaus einer amerikan. Missionsgesellschft zur Weiterbehandlung überwiesen.
Am Spätnachmittag half ich ein paar Stunden im "Impfzimmer" mit. Die Regierung stellt kostenfreie Impfungen - und zu meinem erstaunen kamen auch sehr, sehr viele Afrikaner um sich impfen zu lassen. Das Wartezimmer war gestopft voll mit Menschen und wir versuchten sie der Reihe nach zu impfen, aber das war bei dem Gewusele irgendwie nicht möglich. Nach 2 h waren alle versorgt und es kehrte wieder Ruhe ein :-)
Es war eine total interessante Erfahrung und hat mir wieder einen kleinen Einblick mehr in das Leben der Menschen hier gegeben.
Letzte Woche durfte ich dort für einen Tag hospitieren.
Es herrschte eine interessante Mischung aus "deutscher Ordnung" und "afrikanischem Chaos".
Die meisten Patienten werden ambulant behandel, aber es gibt auch eine Station mit 9 Betten ( für z.B schwere Malariafälle). Und sie haben einen Kreissaal (mit einem Entbindungstuhl aus dem Jahre 1960!).
Am Vormittag begleitete ich den Arzt, der mir sehr viel über all die Tropenkrankheiten, die es hier gibt, erklärt hat. Die meisten Patienten an diesem Morgen kamen mit Malaria.
Gegen Mittag kam dann eine Mutter mit ihrem neugeborenen Kind. Sie hat das Kind dort in der Klinik entbunden, aber da sie während der Schwangerschaft zweimal Malaria hatte, war das Kind total unterernährt und wog nur 1200g. Jetzt - 4 Wochen nach der Geburt - wog das kleine Mädchen nur 1400g! Dieses Kind wurde in ein Kinderkrankenhaus einer amerikan. Missionsgesellschft zur Weiterbehandlung überwiesen.
Am Spätnachmittag half ich ein paar Stunden im "Impfzimmer" mit. Die Regierung stellt kostenfreie Impfungen - und zu meinem erstaunen kamen auch sehr, sehr viele Afrikaner um sich impfen zu lassen. Das Wartezimmer war gestopft voll mit Menschen und wir versuchten sie der Reihe nach zu impfen, aber das war bei dem Gewusele irgendwie nicht möglich. Nach 2 h waren alle versorgt und es kehrte wieder Ruhe ein :-)
Es war eine total interessante Erfahrung und hat mir wieder einen kleinen Einblick mehr in das Leben der Menschen hier gegeben.
Donnerstag, 16. Oktober 2008
australische Fieberbekämpfung
Das Arbeiten in einem internationalen Team wie hier auf der Africa Mercy ist äußerst interessant. Z.B habe ich gestern gelernt wie man in Australien das Fieber von Patienten bekämpft.
Wir haben zur Zeit eine Patientin in der Intensiv, die eine sehr ausgeprägte Entzündung in ihrem Kiefer hat (ausgehend von einem entzündeten Zahn). Sie hatte, mit allen fiebersenkenden Medikamenten die wir hier haben, sehr hohes Fieber. Doch mit der "australischen Methode" schaffte es Sarah (eine Intensivkrankenschwester aus Australien) das Fieber von 41,2 auf 38,5 Grad zu senken.
Eigentlich funktioniert es ganz einfach: man stellt einen Ventilator ans Ende vom Bett, spannt ein Bettlacken über den Ventilator und den Patienten, und bespritzt das Laken immer wieder mit kaltem Wasser.
Dienstag, 7. Oktober 2008
Deutscher Nationalfeiertag in Liberia
Vermutlich habe ich den Tag der deutschen Einheit bisher noch nie so besonders erlebt wie jetzt im Ausland!
Der Start in den Tag war noch mit einem bisherigen Nationalfeiertag zu vergleichen, eine mehr oder weniger gewöhnliche Frühschicht.
Danach aber ging es zu einem Empfang der deutschen Botschafterin in die deutsche Botschaft in Monrovia. Neben einigen anderen Deutschen, die hier im Land arbeiten, war dort die "High Society" von den unterschiedlichsten Staatsvertretern aus verschiedenen Ländern bis hin zur liberianischen Präsidentin zu Gast. So kamen einige von uns sogar zu der Ehre, mit der Präsidentin kurz reden zu können und ich wurden von dem libanesischen Botschafter in ein Gespräch verwickelt.
Spät Abends kehrten wir mit sehr vielen Eindrücken dann wieder in "unser normales Leben" zurück.
Daniela und ich nach der Rückkehr aufs Schiff :-)
Der Start in den Tag war noch mit einem bisherigen Nationalfeiertag zu vergleichen, eine mehr oder weniger gewöhnliche Frühschicht.
Danach aber ging es zu einem Empfang der deutschen Botschafterin in die deutsche Botschaft in Monrovia. Neben einigen anderen Deutschen, die hier im Land arbeiten, war dort die "High Society" von den unterschiedlichsten Staatsvertretern aus verschiedenen Ländern bis hin zur liberianischen Präsidentin zu Gast. So kamen einige von uns sogar zu der Ehre, mit der Präsidentin kurz reden zu können und ich wurden von dem libanesischen Botschafter in ein Gespräch verwickelt.
Spät Abends kehrten wir mit sehr vielen Eindrücken dann wieder in "unser normales Leben" zurück.

Daniela und ich nach der Rückkehr aufs Schiff :-)
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