Leben und Arbeiten auf der Africa Mercy in Westafrika

Leben und Arbeiten auf der Africa Mercy in Westafrika

Sonntag, 12. Juli 2009

Wie heißt Du heute?

Meine ersten zwei Wochen Einarbeitungszeit sind nun vorbei und ich habe schon viel interessantes gesehen und gelernt.

Z.B. kam letzte Woche eine Patientin mit einem Tumor im Gesicht. Sie war bereits vor vier Monaten zu Untersuchungen bei uns gewesen, man hatte dann aber entschieden erst einen Eingriff zu planen, falls der Tumor weiter wächst.Dies war nun der Fall. Ich fragte die Frau nach ihrem Namen, um ihre Krankenakte besorgen zu können. Meine Suche gestaltete sich sehr mühsam: die Akte war nicht in dem Stapel, wo wir sie normalerweise aufbewaren, ebenfalls nicht im Archiv und auch sonst konnte ich sie nirgends finden. Nach einer halben Stunde ging ich zu meiner Kollegin, die mich einarbeitet und erzählte ihr von meinem Problem. Sie lächelte nur und meinte, ich solle die Patientin doch mal fragen, ob sie im März vielleicht einen anderen Namen hatte !? Ich ging also brav zurück und fragte. Zu meinem Erstaunen bekam ich sogar zwei total unterschiedliche Namen zur Auswahl! Mit diesem neuen Wissen war die Akte innerhalb von fünf Minuten gefunden.

Es bleibt also weiterhin abwechslungsreich und spannend :-)!!

Blackout

Alle sechs Monate müssen die Kühlsysteme der Generatoren gereinigt werden und dafür muss man die Generatoren abschalten. Das bedeutet für uns : kein Strom, kein Licht, kein Vakuumsystem (für WC / Dusche) und v.a. keine Klimaanlage. An diesen Tagen versucht jeder das Schiff zu verlassen und sich einen schönen Tag an Land zu machen :-)
Gestern hatten wir einen dieser Blackouttage.Da es bewölkt war und regnete, war es nicht wirklich Strandwetter.
Zusammen mit ein paar Freundinnen beschlossen wir, einen neuen Supermarkt zu erkunden, der hier vor ein paar Wochen eröffnet wurde. Es war unglaublich :in diesem Laden gibt es ALLES was man sich nur erdenken kann: von Nivea Gesichtscreme über Dove Duschbad bis hin zur Milkaschokolade. (Das alles natürlich zu entsprechenden Preisen :-( .)
Anschliessend fuhren wir zu einem "Deutschen Biergarten". Dieses Restaurant wurde von Deutschen gegründet und nicht nur die Speisekarte ist in deutsch geschrieben, es gibt auch typisch deutsches Essen wie Weisswürste mit süßem Senf oder Leberkäse (leider keine Maultaschen :-)).

Freitag, 3. Juli 2009

afrikanische Hochzeit

Letztes Wochenende bin ich zusammen mit fast 30 anderen "Mercyshipern" nach Togo gefahren . Esther (die schweizer Esther :-)) und Israel haben dort geheiratet. Es war ein sehr spezielles Erlebnis und sehr interessant mitzuerleben, wie eine typisch afrikanische Hochzeit abläuft:es wird sehr viel gesungen, geklatscht, getanzt... und es geht nicht ganz so feierlich zu wie bei uns daheim :-)Wir hatten sehr viel Spaß zusammen und haben das Fest genossen!