... ist eigentlich eine normale, alltägliche Aufgabe. Hier kann sie zu einer 60 min. Aktion werden, so wie bei mir heute morgen.
Diese Woche bin ich dran mit Kabine putzen,... und als ich den Müll wegbringen wollte, begegnete ich einer Familie mit zwei kleinen Kindern. Das kleinere (ca. 5 jährige) Mädchen hat sich beim Spielen das Bein gebrochen. Die Eltern gingen mit ihrem Kind in eins der Krankenhäuser hier in Monrovia, doch der einzige Arzt dort konnte ihnen nicht helfen. Also sind sie zum "weißen Schiff" gekommen. Zur Zeit haben wir auch einen Unfallchirurgen hier, aber er wird nur noch für eine weitere Woche hier sein, und für diese Woche haben wir schon mehr als genug Patienten und auch schon eine Warteliste mit fast 50 Patienten. Mir blieb nichts anderes übrig als den Namen und die Telefonnummer der Familie aufzuschreiben und sie als Nr. 48 auf die Warteliste zu setzen.
Das ältere Mädchen hat sich vor ein paar Jahren den Arm gebrochen und bekam auch keine ärztliche Hilfe, seitdem kann sie den rechten Arm nicht mehr bewegen - jetzt haben die Eltern Angst dass ihrem kleineren Kind das selbe Schicksal mit dem Bein droht.
Wir haben stundenlang diskutiert und es war kaum möglich den Eltern zu erklären, dass wir nicht helfen können. Es ist nicht so einfach die Grenze von unserer Hilfe zu akzeptieren, wenn man die Verzweiflung und Enttäuschung in den Augen der Eltern und Kinder sieht.
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