Die Voruntersuchungen fanden in der "Hall of Art" statt (das Stadion von Cotonou). Es wurde schon seit einigen Wochen über das Radio, mit Plakaten, Handzetteln und v.a. mit Hilfe von "Mund zu Mund Propaganda" bekannt gegeben, dass wenn jemand eine Operation braucht, man am 19. und 20. Februar zur Hall of Art kommen soll.
Schon am Mittwochabend sind die ersten Patienten am Stadion angekommen und haben dort übernachtet. Als wir am Donnerstagmorgen um 6 Uhr ankamen, wartete eine Menschenschlange mit geschätzten 4000 Menschen auf uns.
Leider mussten wir die Mehrheit der Wartenden wieder nach Hause schicken. Das war zum Teil sehr frustrierend und hart. Ich werde viele Menschen nicht mehr vergessen, die anfingen zu diskutieren, zu weinen, zu schreien oder einfach nur ganz still wurden und gegangen sind.
(v.a. wenn man bedenkt,dass diesen Menschen geholfen werden könnten,wenn wir in einem Land wie Deutschland wären!)
Da Benin zu den am weitesten entwickelten Ländern von Westafrika gehört, war ich überrascht, doch sehr viele Menschen mit großen Tumoren, Strumen (Schilddrüsenvergrösserungen) usw. zu sehen.
Es gibt zwar viele Krankenhäuser hier, doch sehr viele Menschen haben einfach kein Geld, um eine Operation zu bezahlen.
Der Operationsplan für die kommenden Monate ist fast ausgebucht.Nun heisst es sich auf die Menschen zu konzentrieren,denen wir helfen können und diese Möglichkeit umso mehr zu nutzen.

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