Am Donnerstag morgen um 06:00 wurde das "Medical Emergency Team" zur Intensivstation gerufen. Da wir zur Zeit drei Teammitglieder mit recht schweren Malariaerkrankungen in der ICU liegen haben, habe ich mich innerlich darauf eingestellt, dass es einem von ihnen akut schlechter gehen würde. Doch als ich ankam, erschrak ich extrem, da ein blutüberströmter Teamkollege auf dem Bett lag, bewusstlos und wir konnten zuerst gar nicht erkennen, um wen es sich genau handelt. Wir haben ihn dann notfallmäßig versorgt und es stellte sich heraus, dass er mit einer Gruppe von andern Mercyshipers joggen war, als ein Zemidjan in die Gruppe fuhr und unseren Freund dabei streifte, so dass er mit dem Kopf auf die Strasse knallte.
Wir waren alle so froh, dass wir ein CT an Bord haben, so dass die Möglichkeit bestand, ein Schädel-CT zu fahren, was -Gott sei DANK -unauffällig war. Wir trafen trotzdem alle Vorkehrungen, um in evtl. schnell ausfliegen zu können, falls sich sein Zustand verschlechtern sollte. Doch auch das Kontroll CT am Freitag zeigte keine Auffäligkeiten ,so dass wir unseren Kollegen jetzt hier behalten und ihn langsam wieder aufpäppeln werden.
Damit wir vom Medical Emergeny Team "nicht aus der Übung kommen", hatten wir am Donnerstagabend um 23:00 gleich nochmal einen Notfall. Ein kleiner Junge hatte Krampfanfälle. So lagen am Abend fünf Patienten auf der Intensivstation .
Am Wochenende trat Entspannung ein. Unseren Malariapatienten ging es soweit besser, dass sie in ihre Kabinen "entlassen" werden konnten.
Hoffentlich wird die kommende Woche etwas ruhiger :-)

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