Zum Beispiel Alfred - unser "Stationsclown":
Alfred ist jetzt schon seit fast 2 Monaten bei uns. Er war nach seiner Operation Anfang April schon mal zu hause, kam dann aber ein paar Wochen später zurück aufs Schiff mit einer infizierten Wunde. Hier ist es immer ein großes Risiko Patienten mit noch nicht komplett verheilten Wunden zu entlassen, denn die hygienischen Verhältnisse (v.a in den Dörfern) sind so katastrophal, dass es schnell zu Infektionen kommt. Doch anderseits haben wir meistens einen sehr straffen OP-Plan, so dass wir schauen müssen, dass wir für alle geplanten Zugänge ein freies Bett haben.
Alfred ist jetzt schon seit fast 2 Monaten bei uns. Er war nach seiner Operation Anfang April schon mal zu hause, kam dann aber ein paar Wochen später zurück aufs Schiff mit einer infizierten Wunde. Hier ist es immer ein großes Risiko Patienten mit noch nicht komplett verheilten Wunden zu entlassen, denn die hygienischen Verhältnisse (v.a in den Dörfern) sind so katastrophal, dass es schnell zu Infektionen kommt. Doch anderseits haben wir meistens einen sehr straffen OP-Plan, so dass wir schauen müssen, dass wir für alle geplanten Zugänge ein freies Bett haben.Aber Alfred geniest es hier zu sein und stellt, v.a. zusammen mit Angela, viel an.
Angela ist die Tochter einer Patientin und lebt mit hier auf Station, da es sonst niemand gibt der sich um sie kümmern könnte. Der dritte im Bunde ist "Darling Boy":
Er hatte schlimme Verbrennungen und Kontrakturen an seiner Schulter und am Arm. Seine Mutter war zu Beginn seines Aufenthaltes an Bord mit hier, doch eines Mittags sagte sie, sie müsse in der Stadt was einkaufen gehen und würde abends wieder kommen. Dass ist jetzt 2 Wochen her und sie tauchte bisher nicht auf. Wir telefonieren täglich mehrmals mit dem Vater und bitten darum, dass jemand kommt und sich um Darling Boy kümmert. Denn für ihn ist es nicht so einfach hier alleine zu sein - auch wenn er in Alfred und Angela zwei guten Freunde gefunden hat und immer mit ihnen unterwegs ist.
Diese zwei Buben sind Zwillinge, Moses und Josua. Beide hatten vor 3 Wochen eine Hernienoperation (Leistenbruch). Ein Tag nach der Entlassung stand die Mutter mit ihren beiden Söhnen am Dock und erzählte, dass Moses die ganze Nacht lang gekrampft hatte.Und keine 10 Minuten später fing er wieder an zu krampfen - so dass wir sie schleunigst auf Station brachten und versorgten. Es stellte sich heraus, dass Moses eine cerebrale Malaria hat. Zwei Tage lang ging es ihm echt schlecht, er kramfte immer wieder, hatte extrem hohes Fieber,... doch in der Zwischenzeit geht es ihm wieder sehr gut - aber jetzt hat Josua Malaria (aber "nur" eine normale Malaria, es geht ihm nicht so schlecht wie seinem Bruder)! Zur Beobachtung behalten wie sie noch ein paar Tage hier bis es den beiden Kerlchen wieder richtig gut geht.Wenn wir Krankenschwestern Zeit haben, gehen wir mit all den Kids zum Austoben und Spielen auf´s Dock, was sie besonders lieben - und wir auch :-)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen